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UFS-Vertrauensanwalt wird Zürcher Ombudsmann

Der Mitgründer und Vertrauensanwalt der Unabhängigen Fachstelle für Sozialhilferecht UFS, Pierre Heusser, wurde am 29. Januar 2020 zum Ombudsmann der Stadt Zürich gewählt. Die UFS freut sich über die Wahl: Der Rechtsschutz der Menschen in der Stadt wird gestärkt. Schweizweit ist der Schutz von Sozialhilfebeziehenden dagegen immer noch ungenügend.

Der Zürcher Gemeinderat hat heute Rechtsanwalt Pierre Heusser zum neuen Ombudsmann gewählt. Die Unabhängige Fachstelle für Sozialhilferecht UFS begrüsst den Entscheid. Dadurch wird den Ratsuchenden in der Stadt Zürich auch künftig eine verbindliche, unabhängige und fachlich äussert versierte Ombudsperson zur Verfügung stehen.

Für die UFS bedeutet Pierre Heussers Wahl eine Bestätigung und Anerkennung ihrer Arbeit. Heusser hat die UFS vor gut sieben Jahren mitgegründet – und sie seither als UFS-Vertrauensanwalt stark mitgeprägt. Heusser war schweizweit der erste Anwalt, der sich professionell für Sozialhilfebeziehende eingesetzt hat. Bei der UFS war er nicht nur mit seiner fachlichen Expertise sehr wertvoll. Er schaffte es auch, die komplexen rechtlichen Sachverhalte gegen aussen verständlich und glaubwürdig zu erklären. Heusser ist ein grosser Teamplayer, fachlich enorm versiert und ebenso gut vernetzt. Die UFS nimmt die heutige Wahl – bei aller Freude – also auch mit einem weinenden Auge zur Kenntnis.

Die Unabhängige Fachstelle für Sozialhilferecht UFS bietet in der gesamten Deutschschweiz – gut die Hälfte der Ratsuchenden kommt aus dem Kanton Zürich – kostenlose Rechtsberatungen für Sozialhilfebeziehende an. Daneben gibt sie Vorlesungen an Hochschulen – und setzt sich in der Öffentlichkeit für die Rechte der Sozialhilfebeziehenden ein. Die UFS ist vollständig spendenfinanziert. Sie sieht aber auch die Kantone und Gemeinden in der Pflicht, Rechtsberatungsstellen für Sozialhilfebeziehende zu unterstützen. Denn nur so kann der in diesem Bereich ungenügende Rechtschutz ausgebaut werden. Die Zahl der Ratsuchenden ist hoch. So hoch, dass die UFS trotz Stellenausbaus über ihrer Kapazitätsgrenze arbeitet – und im Moment leider trotzdem einen Teil der Rechtsanfragen ablehnen muss. Um die Kapazitäten in der Beratungsstelle ausbauen zu können, ist die UFS dringend auf weitere Spenden und staatliche Unterstützung angewiesen.